News – Aktuelles
Einladung zur Mitgliederversammlung 2026
Geschätzte Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren
Der Vorstand freut sich, Sie zur diesjährigen Mitgliederversammlung einladen zu dürfen. Diese findet am Freitag, 28. August 2026, um 16.00 Uhr in Sils statt.
Wir bitten Sie um eine kurze Anmeldung bis zum 24.8.2026 an info@prolejdasegl.ch
16:00 Besammlung und Begrüssung
Bushaltestelle Sils/Segl Baselgia, San Lurench:
Begehung des Silserseeufers im Gebiet Chalcheras
Informationen zu verschiedenen aktuellen Dossiers
Fussmarsch zum Schulhaus Sils
Statutarischer Teil (im Schulhaus, 18.00 Uhr, eventuell etwas früher)
Traktanden:
- Begrüssung, Wahl der StimmenzählerInnen, Genehmigung der Traktanden
- Protokoll der Mitgliederversammlung vom 29. August 2025, Hotel Waldhaus, St. Moritz Antrag: Genehmigung
- Jahresbericht 2025/2026 Antrag: Entgegennahme
- Jahresrechnung 2025/2026 Antrag: Genehmigung der Jahresrechnung, Kenntnisnahme des Berichts der Revisoren, Entlastung des Vorstands
- Jahresbeiträge für das Vereinsjahr 2027/2028 Antrag: natürliche Personen min. CHF 50.- / juristische Personen min. CHF 200.-
- Fragen und Anregungen der Mitglieder an den Vorstand
- Information über die Verlegung der Ova da Schinellas in Surlej, Silvaplana Antrag: Grundsatzentscheid (Verlegung Ova da Schinellas: Auszug Pläne Juli 2026)
- Varia
Apéro mit allen Anwesenden (ca. 19.00 Uhr)
Herzliche Grüsse
Im Namen des Vorstands, der Präsident Duri Bezzola
80 Jahre im Dienst der Oberengadiner Seenlandschaft – Pro Lej da Segl und SESN schauen zurück (und vorwärts)
Leichte Wanderung durch die Silser Schwemmebene mit Inputs zur Landschaft und zur Natur.
Leitung: Duri Bezzola (Präsident PLS), Attilio Bivetti (ehemals PLS, Sils), Filip Niggli (PLS, Sils), David Jenny, (PLS, SESN).
Wann: 4. Juli 2026, 10:35 Uhr
Treffpunkt: Haltestelle Sils Maria Posta um 10:35
Dauer: bis ca. 15:00 Uhr
Ausrüstung: Wanderschuhe, Picknick, evtl. Feldstecher.
Anmeldung nicht erforderlich. Bei Fragen (Wetter): D. Jenny 079 646 28 32 oder jenny.d@compunet.ch
Die Aufwertung der Seeufer ist eine grosse Chance für St. Moritz
Pro Lej da Segl unterstützt und begrüsst das Vorhaben der Gemeinde St. Moritz ausdrücklich. Seit 80 Jahren setzt sich unsere Organisation als «landschaftliches Gewissen» der Seenge-meinden für die Schönheit und Einmaligkeit der Seenlandschaft ein. Das geplante Projekt ist aus ihrer Sicht ein aussergewöhnliches, zukunftsweisendes Vorhaben – vielleicht sogar ein Jahrhundertprojekt.
Die geplanten Verbesserungen für den Langsamverkehr und für die Nutzung des Ufers vom Bahnhof bis zur Eisarena Ludains werden sensible Eingriffe erfordern, die langfristig grossen Nutzen für Gäste und Einheimische bringen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite – von Giand’Alva bis zur Meierei-Bucht – sind Revitalisierungen und gestalterische Aufwertungen mit hohem Naturwert vorgesehen. Beide Seeseiten stehen in einem untrennbaren Bezug zueinan-der: landschaftlich, touristisch und auch im Hinblick auf die notwendigen Ausgleichsmassnah-men. Die Eingriffe am Nordufer sind nur dann bewilligungsfähig, wenn sie durch die Aufwertun-gen am Südufer ausreichend kompensiert werden.
Heute bedeutet Landschafts- und Naturschutz nicht mehr nur, Bestehendes zu erhalten. Nach-haltiger Schutz entsteht besonders durch gezielte Verbesserungen und Aufwertungen. Am St. Moritzersee heisst das: Technische Eingriffe sind sinnvoll, wenn sie zu einem ökologisch und landschaftlich hochwertigeren Ufer führen. Nachteile an einer Stelle können durch deutliche Vorteile an einer anderen ausgeglichen werden.
Auch unabhängig davon haben die geplanten Revitalisierungen im Bereich des Inn-Deltas beim Bad und in der Meierei-Bucht grosses Potenzial, den See langfristig deutlich aufzuwerten – öko-logisch, landschaftlich, touristisch und für die Erholung. Der Uferweg wird nach der Aufwertung neue, attraktive Abschnitte erhalten. Seine neue, vom See leicht abgerückte Linienführung macht ihn abwechslungsreicher. Zwischen dem Weg und dem See entsteht eine vielfältige Ufervegetation, die wertvollen Lebensraum schafft.
Das sorgfältig vorbereitete Projekt zur Aufwertung der St. Moritzer Seeufer ist aus Sicht von Fachleuten ein Vorzeigeprojekt mit Wirkung weit über das Tal hinaus. Die ganzheitliche Pla-nung, der faire Interessenausgleich und die sorgfältige Etappierung sind vorbildlich.
Pro Lej da Segl empfiehlt der Bevölkerung von St. Moritz, diese grosse Chance zu nutzen und das Projekt zu unterstützen. Es setzt die von der Bevölkerung beschlossene strategische Rich-tung für die Entwicklung von St. Moritz konsequent um.
Duri Bezzola, Präsident Pro Lej da Segl, Samedan
30.05.2026
Das Ende der Schutzverträge rückt näher
Engadiner Post | Seite 03 Donnerstag, 4 Dezember 2025
von JON DUSCHLETTA
Verträge hin oder her, die Zeit läuft
Im Jahr 1946 wurde der erste Schutzvertrag zwischen der damaligen Gemeinde Stampa und der Pro Lej da Segl unterzeichnet. Verträge mit Sils, Silvaplana und St. Moritz folgten. Schon in zehn Jahren könnten die ersten Schutzverträge infrage gestellt werden. Die Pro Lej da Segl will nun aktiv werden.
Eigentlich sind die Schutzverträge zwischen der Pro Lej da Segl und Stampa und Sils, beide 1946 unterzeichnet, sowie mit Silvaplana 1950 respektive mit St. Moritz 1951 auf eine Laufzeit von jeweils 99 Jahren ausgelegt. Die Verträge sind aber so aufgesetzt, dass die vier damaligen Territorialgemeinden diese nach 89 Jahren mit einer Kündigungsfrist von zehn Jahren auflösen können.
Um den Schutz der Oberengadiner Seenlandschaft inklusive dem St. Moritzersee auch weiterhin gewährt zu wissen, will die Schutzorganisation Pro Lej da Segl früh genug aktiv werden. Dies im Wissen um den überaus komplexen Sachverhalt des Themas.
Um diesen zu beleuchten, muss weit zurückgeschaut werden: Eigentlich bis in die Zeit, in der sich das Einzugsgebiets des Inn zu einem Hochtal verändert und sich daraus die heutige Oberengadiner Seenlandschaft gebildet hat. Zu jener Landschaft, wie sie heute touristisch und wirtschaftlich genutzt wird, als geomorphologisches Zufallsprodukt.
Energienutzung als Auslöser
Später, im auslaufenden 19. Jahrhundert, kam im Engadin nicht zuletzt genau dieser Landschaftsqualität wegen der Tourismus auf. Dieser wiederum setzte einen wirtschaftlichen Kreislauf in Bewegung, der über die Jahrzehnte stetig wuchs und immer mehr Bedarf an Elektrizität und Raum erzeugte. Die Natur als Mittel zum Zweck.
Hans Weiss, der 2024 in Bern im Alter von 84 Jahren verstorbene Autor und Mitbegründer der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL-FP, hat 2020 im AS Verlag das Buch «achtung: landschaft schweiz – zum nachhaltigen Umgang mit unserer wichtigsten Ressource veröffentlicht. Darin widmete sich der erste «Landschaftspfleger» des Kantons Graubündens und langjährige Geschäftsführer der SL-FP ausführlich dem Oberengadin und der Unterschutzstellung der hiesigen Seenlandschaft.
Unter dem Titel «Wem gehört die Landschaft?» befasst sich Weiss auf 20 Seiten mit ebendieser Geschichte und dem Ausgangsjahr 1905, in dem die Bergeller Gemeinden der Basler Firma Zschokke & Lüscher die Konzession zur Nutzung des Silsersees inklusive der Gefällstufe von Maloja bis zur Landesgrenze erteilten. Worauf sich Wider-stand regte und die Bündner Regierung ein Gutachten in Auftrag gab.
Die Ingenieurunternehmung Meuli & Salis präsentierte einige Jahre später ein neues abgespecktes Projekt, welches im Februar 1934 aber von der Regierung und danach auch vom Bundesgericht abgelehnt wurde. Daraufhin entbrannte eine lange Diskussion um die Entschädigung der Gemeinden, welche durch die Absage an die Nutzung der Wasserkraft finanzielle Einbussen fürchteten. Es folgte ein Vertragsentwurf mit den Gemeinden Stampa und Sils zum Schutz von See und Ufergebiet mit einem Entgelt von 200000 Franken für Stampa und 100000 Franken für Sils. Damals beachtliche Summen.
Die Pro Lej da Segl kommt ins Spiel
Wie Duri Bezzola, amtierender Präsident der Pro Lej da Segl auf Anfrage sagte, benötigten die Gemeinden damals ein «rechtlich legitimiertes Visa- vis», um die Verträge mit den Gemeinden überhaupt unterzeichnen zu können. Es war dies der Startschuss der Schutzvereinigung Pro Lej da Segl, welche am 16. Mai 1944 zu Ziel und Zweck «der Wahrung der Schönheit und Einmaligkeit der Oberengadiner Seenlandschaft, dem Schutz vor übermässigen Immissionen aller Art und vor übermässiger Nutzung der Seenlandschaft und der angrenzenden Uferzonen» gegründet wurde.
1946 konnten so die ersten beiden Verträge mit Stampa und Sils abgeschlossen werden. Doch woher die finanziellen Mittel für die Entschädigung der Gemeinden nehmen, ausgerechnet in der Nachkriegszeit? Die geniale Lösung kam vom damaligen Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes, Ernst Laur. Dieser lancierte zusammen mit öffentlichen Institutionen, der Pro Helvetia und auch dank der Aufhebung der Lebensmittelrationierung durch das zuständige Bundesamt den ersten Schoggitaler und rief dessen Verkauf in Form einer Strassenaktion ins Leben. Der damalige Reinerlös: eine halbe Million Franken, womit die Idee des «Landschaftsrappens », so Hans Weiss, auf das Oberengadin zurückgeführt werden kann. Der Weg für die noch heute gültigen Schutzverträge und Perimeterpläne mit den damaligen Territorialgemeinden Stampa, Sils, Silvaplana und St. Moritz war geebnet.
Erst Wasserkraft, dann Bauboom
Nach der Abwendung der Kraftwerksprojekte rollte aber alsbald eine nächste Bedrohung auf das Oberengadin zu: der Bauboom, der gemäss Hans Weiss sowohl die Oberengadiner Gemeinden wie auch den Kanton völlig unvorbereitet traf. Zudem waren die bestehenden Schutzverträge nicht darauf ausgerichtet, um die Landschaft vor einer massiven Überbauung zu schützen. Als die Gemeinde Sils 1962 praktisch die ganze Talebene zwischen dem Silser- und dem Silvaplanersee zur Bauzone erklärte, rief dies zahlreiche Kritiker auf den Plan. Darunter den Münchner Architekt mit Zuozer Wohnsitz, Tino Walz. Später auch Franz Weber, der 2019 verstorbene Natur- und Tierschützer, der sich ab 1965 ebenfalls für den Schutz der Oberengadiner Seenlandschaft einsetzte, darauf aufbauend 1966 den Verein «Pro Surlej» und 1975 die Foundation Franz Weber gründete.
Vertragsende naht
Zurück zur Vereinigung Pro Lej da Segl und das zeitlich begrenzte Vertragswerk. Duri Bezzola hegt aktuell gewisse Sorgen, was die Bereitschaft der vier Gemeinden betrifft, die Verträge dereinst zu verlängern. Die damalige Territorialgemeinde Stampa ist heute Teil der fusionierten Gemeinde Bregaglia. «Es besteht in der Tat die Möglichkeit und das Risiko, dass im Gegensatz zur Pro Lej da Segl einzelne Gemeinden die Verträge nicht mehr verlängern wollen », so Bezzola. Dies würde dann bedeuten, dass die Gemeinden keine Rücksicht mehr auf Schutzzonen und -klauseln nehmen müssten. «Parzellen in Ufernähe könnten dann wieder, je nach den Bedürfnissen der Gemeinden, zu Objekten von Zonenplanänderungen werden.» Skeptisch zeigt sich Duri Bezzola auch gegenüber der Rolle von kantonalem oder nationalem übergeordnetem Recht. «Meine Erfahrung zeigt, dass Gemeinden sehr wohl schnelle und radikale Zonenplanänderungen vornehmen können, wenn Bedarf besteht und das Stimmvolk mitmacht.» Der Präsident der Pro Lej da Segl sieht aber noch eine zweite Gefahr: «Ohne die Schutzverträge müssen die Gemeinden auch uns als Schutzorganisation nicht mehr ernst nehmen. Wir wären dann kein Vertragspartner mehr, sondern nur noch eine beliebige Schutzorganisation. » Seitens der Pro Lej da Segl beginne man erst allmählich, sich mit den auslaufenden Verträgen und den möglichen Auswirkungen zu befassen, räumt Bezzola ein. «Im Verlauf des nächsten Jahres wollen wir aber eine Arbeitsgruppe einsetzen, welche sich mit dem Vertragswerk auseinandersetzt, eine Auslegeordnung macht und mögliche Wege aufzeigt.» Bereits mit ins Boot geholt hat die Pro Lej da Segl den Präsidenten des Schweizer Heimatschutzes, Martin Killias. Der langjährige Strafrechtsprofessor, Sozialwissenschaftler und Publizist nehme bereits heute an den Vorstandssitzungen der Pro Lej da Segl teil und solle später in der Arbeitsgruppe Einsitz nehmen. «Der Schweizer Heimatschutz war eine der Gründungsorganisationen der Pro Lej da Segl, weshalb das Mitwirken von Martin Killias auch historische gesehen Sinn macht», so Duri Bezzola.
Die Aufwertung der Seeufer ist eine grosse Chance für St. Moritz
Pro Lej da Segl unterstützt und begrüsst das Vorhaben der Gemeinde St. Moritz ausdrücklich. Seit 80 Jahren setzt sich unsere Organisation als «landschaftliches Gewissen» der Seengemeinden für die Schönheit und Einmaligkeit der Seenlandschaft ein. Das geplante Projekt ist aus ihrer Sicht ein aussergewöhnliches, zukunftsweisendes Vorhaben – vielleicht sogar ein Jahrhundertprojekt.
Die geplanten Verbesserungen für den Langsamverkehr und für die Nutzung des Ufers vom Bahnhof bis zur Eisarena Ludains werden sensible Eingriffe erfordern, die langfristig grossen Nutzen für Gäste und Einheimische bringen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite – von Giand’Alva bis zur Meierei-Bucht – sind Revitalisierungen und gestalterische Aufwertungen mit hohem Naturwert vorgesehen. Beide Seeseiten stehen in einem untrennbaren Bezug zueinander: landschaftlich, touristisch und auch im Hinblick auf die notwendigen Ausgleichsmassnahmen. Die Eingriffe am Nordufer sind nur dann bewilligungsfähig, wenn sie durch die Aufwertungen am Südufer ausreichend kompensiert werden.
Heute bedeutet Landschafts- und Naturschutz nicht mehr nur, Bestehendes zu erhalten. Nachhaltiger Schutz entsteht besonders durch gezielte Verbesserungen und Aufwertungen. Am St. Moritzersee heisst das: Technische Eingriffe sind sinnvoll, wenn sie zu einem ökologisch und landschaftlich hochwertigeren Ufer führen. Nachteile an einer Stelle können durch deutliche Vorteile an einer anderen ausgeglichen werden.
Auch unabhängig davon haben die geplanten Revitalisierungen im Bereich des Inn-Deltas beim Bad und in der Meierei-Bucht grosses Potenzial, den See langfristig deutlich aufzuwerten – ökologisch, landschaftlich, touristisch und für die Erholung. Der Uferweg wird nach der Aufwertung neue, attraktive Abschnitte erhalten. Seine neue, vom See leicht abgerückte Linienführung macht ihn abwechslungsreicher. Zwischen dem Weg und dem See entsteht eine vielfältige Ufervegetation, die wertvollen Lebensraum schafft.
Das sorgfältig vorbereitete Projekt zur Aufwertung der St. Moritzer Seeufer ist aus Sicht von Fachleuten ein Vorzeigeprojekt mit Wirkung weit über das Tal hinaus. Die ganzheitliche Planung, der faire Interessenausgleich und die sorgfältige Etappierung sind vorbildlich.
Pro Lej da Segl empfiehlt der Bevölkerung von St. Moritz, diese grosse Chance zu nutzen und das Projekt zu unterstützen. Es setzt die von der Bevölkerung beschlossene strategische Richtung für die Entwicklung von St. Moritz konsequent um.
Duri Bezzola, Präsident Pro Lej da Segl, Samedan
Erschienen in der Engadiner Post | Seite 12 Samstag, 15 November 2025: Aufwertung des St. Moritzer Seeufer
Samedan Pro Lej da Segl teilt in einer Medienmitteilung mit, dass die geplanten Massnahmen der Gemeinde St. Moritz zur Aufwertung der Seeufer aus ihrer Sicht umfangreiche Eingriffe am Nordufer sowie Revitalisierungen am Südufer umfassen. Das Vorhaben sieht Verbesserungen für den Langsamverkehr zwischen Bahnhof und Eisarena sowie ökologische Aufwertungen zwischen Giand’Alva und der Meierei-Bucht vor. Laut Mitteilung sind gewisse Eingriffe nur mit entsprechenden Ausgleichsmassnahmen bewilligungsfähig. Zudem sollen neue Ufervegetation, ein leicht versetzter Uferweg und Revitalisierungen beim Inn-Delta und der Meierei-Bucht langfristig Natur- und Erholungsräume stärken. Die Organisation hebt die umfassende Planung hervor und empfiehlt der St. Moritzer Bevölkerung, das Projekt zu unterstützen. Pro Lej da Segl
Nein zu mehr Elektromotoren auf dem Silsersee – RTR vom 23.01.2025
Bei der Abstimmung über eine dreijährige Pilotphase für Elektroboote auf dem See hat Sils jedoch mit 70 Stimmen gegen 58 Nein gesagt. Insgesamt nahmen 128 Personen an der Entscheidung teil.
Die Initiative wollte ermöglichen, dass Elektroboote während einer dreijährigen Pilotphase genutzt werden können, insbesondere für die Fischerei, wie der Initiant Antonio Walther erklärte. Er argumentierte, dass man mit diesen Booten die kanadische Seeforelle besser regulieren könnte. Diese habe die anderen Fischarten im Silsersee stark dezimiert. Ein weiteres Argument war, dass Elektromotoren leiser seien als Benzinmotoren.
Gegnerin der Initiative war die Organisation Pro Lej da Segl, die den See in seinem jetzigen Zustand bewahren will. Laut ihrem Präsidenten Duri Bezzola würde die Initiative ein Einfallstor für Missbrauch öffnen. Die Organisation befürchtete, dass der Verkehr von Elektrobooten auch während der Pilotphase erheblich zunehmen und die Ruhe des Silsersees stören könnte.
Klicken Sie auf den QR-Code oder scannen Sie diesen mit Ihrem Telefon ein, um den Beitrag des Radios RTR dazu zu hören:
Nein zu mehr Elektromotoren auf dem Silsersee
Die Gemeindeversammlung von Sils/Segl entscheidet am 22. Januar 2025 über eine Initiative zur Änderung der Schifffahrts- und Uferverordnung. Pro Lej da Segl (PLS) ruft die Bevölkerung von Sils dazu auf, diese Initiative abzulehnen. Die bisherigen Schutzmassnahmen für den See dürfen nicht abgeschwächt werden. Die Initianten wünschen, dass sie im Rahmen von Pilotprojekten zum Fischen auf dem Silsersee mit Elektromotoren herumfahren dürfen.
Diese Aufweichung des Schutzes wäre im Interesse von wenigen und zum Nachteil der Mehrheit der Bevölkerung und der Gäste. Es ist zu befürchten, dass dadurch vermehrt motorisierte Bootsfahrten auf dem Silsersee erfolgen würden, teilweise auch missbräuchlich für Vergnügungs- und Ausflugsfahrten. Die Nutzung des Sees würde intensiviert, die Immissionen würden zunehmen, die Ruhe in und am See würde zusätzlich beeinträchtigt. Die gute Tradition der Fischerei nur mit eigener Muskelkraft würde in nicht zukunftsweisender Weise gebrochen. Der Vorstand PLS prüfte in einer vertieften Analyse auch die fischereilichen und fischbiologischen Aspekte und erkannte insgesamt keinen Fortschritt in der Umsetzung der Initiative (siehe www.prolejdasegl.ch). Pilotprojekte mit Elektromotoren laufen auf dem St. Moritzersee; zusätzliche in Sils sind nicht nötig.
Daher appelliert die PLS an die Silserinnen und Silser, die Ziele des Schutzvertrages der Gemeinde mit der PLS hochzuhalten und mit der Ablehnung der Initiative vermehrte Unruhen auf und am Silsersee zu vermeiden.
Dazu erhielt der Gemeindevorstand Sils/Segl am 30. August 2024 vom Vorstand Pro Lej da Segl die folgende Stellungnahme. Die PLS stellt sich gegen die Initiative, beantragt dem Gemeindevorstand und der Bevölkerung, die Initiative abzulehnen, um den Schutz des Silsersees nicht mit zusätzlichen Bewegungen, Nachteilen und Risiken zu belasten und zu gefährden. Die PLS ist bereit und gewillt, bei Bedarf rechtliche Schritte gegen die Änderung der Verordnung zu ergreifen, weil sie geltendes Recht verletzt.
Roseg – Ziele erreicht
Der Verein Pro Lej da Segl (PLS) will sich gemäss seinen Statuten bei Bedarf auch in anderen Gebieten des Oberengadins zugunsten des Landschaftsschutzes einsetzen. Ende 2022 erfuhren wir vom WWF GR, dass der Ständerat im Oktober beschloss, national geschützte Landschaften und Biotope (knapp 2% der Landesfläche), wie zum Beispiel die Val Roseg, unter Umständen für Stauseeprojekte verfügbar machen zu wollen.
Pro Lej da Segl ist der Ansicht, dass der nationale Schutz aussergewöhnlich wertvoller Biotope und Landschaften eine grosse Errungenschaft unserer politischen Kultur ist und nicht aufgeweicht werden darf. Für die Produktion von mehr Strom bestehen Alternativen. In erster Linie sind dafür der Siedlungsraum sowie bestehende Bauten zu nutzen und in zweiter Linie gut erschlossene, ungeschützte Gebiete.
Die vorberatende Kommission des Nationalrates will im Gegensatz zum Ständerat den Ausbau der Stromproduktion in bisher national geschützten Gebieten nicht zulassen. Der Nationalrat hat im März 2023 beschlossen, im Grundsatz am Biotopschutz festzuhalten. Damit besteht eine Differenz zum Ständerat. Das Geschäft geht zurück in den Ständerat, der es voraussichtlich im Sommer 2023 nochmals behandeln wird. Der Ausgang der Sache im Parlament ist somit noch offen.
Pro Lej da Segl machte die Standortgemeinde Samedan im Dezember 2022 darauf aufmerksam, dass die Val Roseg in den vorberatenden Gremien des Bundes neben diversen anderen Objekten für Stauseevorhaben geprüft wird. Gleichzeitig startete kantonal und national die Informationskampagne der Umweltorganisationen (www.biotopschutz.ch). Bis dahin fehlte Transparenz und die mediale Berichterstattung zum Thema. Glücklicherweise griffen die Engadiner Post und auch weitere bündnerische Medien das Thema auf (siehe Links weiter unten). Die Gemeinde Samedan machte zudem Informationen von Seiten des zuständigen Bundesrates Albert Rösti bekannt. Die Val Roseg figuriert aufgrund der verfügbaren Informationen zwar nicht auf der Liste der vorrangigen Projekte und auch nicht auf der Reserveliste (zusammen 32 Objekte), sondern nur pro memoria auf einer weiteren Liste technisch denkbarer Projekte. Als Grund dafür erwähnt der Bund den bisher strengen Schutzstatus und die Einsicht, dass ein Stauseeprojekt in der Val Roseg auf kaum überwindlichen öffentlichen Widerstand stossen würde.
Pro Lej da Segl ist befriedigt über die nunmehr ausführliche mediale Berichterstattung und die öffentliche Diskussion über das Thema sowie darüber, dass der Bundesrat und auch der Gemeindepräsident Samedan gemäss deren Aussagen ein Projekt in der Val Roseg als ausgeschlossen erachten.
Die in der EP und in der SO erschienenen Beiträge sind unter www.prolejdasegl.ch verfügbar.
Pro Lej da Segl, 14.03.2023
Links zu Medienbeiträgen zum Thema (Auszug):
19.01.2023 NZZ Steil nach oben
09.02.2023 EP Opposition gegen Kraftwerk Roseg
14.02.2023 EP Kein Wasserkraftwerk in der Val Roseg
14.02.2023 SO Wasserkraftwerk Val Roseg steht nicht zur Diskussion
16.02.2023 EP Runde Tische und Wasserkraft-Utopien
18.02.2023 EP Biotopschutz – Auf dem Spiel steht das Herz der Natur
18.02.2023 EP Leserbrief Schutz und Nutzung
Nationale Kampagne zum Thema:
02.02.2023 PLS Standpunkt zur Medienekonferenz Biotopschutz def
02.02.2023 WWF JA zum Biotop- und Klimaschutz
E-Boote auf dem St. Moritzersee
Der Gemeinderat von St. Moritz hat am 24. November 2022 einer Teilrevision des Bootgesetzes zugestimmt. Neu ist die Fischerei mit Elektrobooten während einer dreijährigen Pilotphase erlaubt. Eine touristische Nutzung von E-Booten oder Motorboote ist nicht erlaubt. Es geht hauptsächlich darum den Fischfang mit Schleppvorrichtung zu erleichtern.
Verbindung Sils – Isola Langsamverkehr
Die Präsidentenkonferenz der Region Maloja hat in ihrer Sitzung vom 17. Dezember 2020 die Verabschiedung des Vorhabens einer künftigen neuen Verbindung als Wander-, Velo- und Loipenweg zwischen Isola und Sils/Segl mit einer neuen Wegführung entweder direkt am See oder in stark ausgebauter Weise auf dem heutigen Trassee einstimmig beschlossen und den Richtplan der Regierung zur Genehmigung eingereicht. Dies, obwohl in der öffentlichen Mitwirkung 13 von 14 Eingaben, darunter die Schutzorganisationen, die beiden Varianten „unten“ und „oben“ klar ablehnten und teilweise auch eine andere Lösung ausserhalb des Seeufers (via Alp Petpreir) vorschlugen.
Die Stiftung Landsschaftschutz Schweiz, IG besorgte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und Pro Lej da Segl haben deshalb am 4. Januar 2021 folgendes Schreiben an den Regierungsrat verfasst:
⇾ Auch Bilder können täuschen (EP-Leserbrief vom 03.02.2022)
Nachhaltiges Wassermanagement im Oberengadin unter Berücksichtigung des Klimawandels
Studierende im ersten Jahr des Bachelor Umweltnaturwissenschaften der ETH Zürich befassen sich im Rahmen der Lehrveranstaltung „Umweltproblemlösen„ mit ausgewählten Nachhaltigkeitsproblemen einer Region der Schweiz. An einem konkreten Fall erlernen die Studierenden die Umweltproblembearbeitung von der Analyse der Ausgangslage bis zur praktischen Umsetzung von Massnahmen.
Unter dem Oberthema „Nachhaltiges Wassermanagement im Oberengadin unter Berücksichtigung des Klimawandels“ beschäftigten sich die Studierenden im ersten Semester mit unterschiedlichen Fragestellungen: Wie wird der Klimawandel die Wasserressourcen und -verfügbarkeit im Oberengadin zukünftig verändern? Wie wird das Wasser genutzt und welche Rolle spielt dabei der Tourismus? Wie steht es um die Wasserqualität im Oberengadin? Mit welchen Risiken durch Wasser ist zu rechnen und wie wird damit umgegangen? Welche Revitalisierungsprojekte wurden an Inn und Flaz bereits umgesetzt und welche weiteren sind geplant?
Daraus entstanden ein
⇾ Falldossier (PDF 2.1MB) und eine
⇾ Massnahmenbroschüre (PDF 3.1MB)
Langfristiger Landschaftsschutz dank Bauverbot
Pro Lej da Segl konnte auf dem Gemeindegebiet Sils mehr als acht Hektaren Land unter Schutz stellen. Dies wurde mit Dienstbarkeiten (Bauverbote) zugunsten der Pro Lej da Segl auf mehreren Parzellen erreicht.
⇾ Lesen Sie dazu mehr im Bericht der Engadiner Post über die Generalversammlung 2020 in Sils…


Renaturierung Silser Schwemmebene Etappe 1
Bereits 2005 war Pro Lej da Segl überzeugt, dass mit der Ebene vom Silvaplanersee bis zum Siedlungsraum von Sils einmaliges Gebiet mit hohem Naturpotenzial besteht. Zusammen mit der Gemeinde Sils und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach entwickelte sie eine Strategie für eine Vorstudie für die ökologische Aufwertung dieser Ebene, was 2008 zur Diplomarbeit ⇾ Ökologisches Aufwertungspotential Silser Schwemmebene von Stefan Braun und Daniel Rebsamen führte. Auf der Grundlage dieser Arbeit wurde dann die erste Etappe der Renaturierung der Silser Schwemmebene realisiert und 2013 abgeschlossen.
Unter Projekte⇾Silser Schwemmebene Etappe I erfahren Sie mehr über dieses Projekt, wie es entstand, durchgeführt wurde und welcher ökologische Mehrwert daraus resultierte.
Renaturierung Silser Schwemmebene Etappe 2
Im Januar 2019 erfolgte der Startschuss für die Projektierung der Renaturierung der Silser Schwemmebene Etappe II. Es wurde eine Arbeitsgruppe konstituiert, welche in einem ersten Schritt eine Vorstudie für die möglichen weiteren Massnahmen beauftragte.
Am 11. März 2020 wurden die Resultate dieser Vorstudie in einer Informationsveranstaltung vorgestellt.
⇾ Die Präsentation der Informationsveranstaltung können Sie hier als PDF downloaden (ca. 26MB)
Weitere Details erfahren Sie unter ⇾ Projekte⇾Silser Schwemmebene Etappe II
Renaturierung Junger Inn, Maloja
Bereits in den frühen 2000er Jahren wurde die Idee geboren, den Jungen Inn zu renaturieren.
Buchvernissage “Flechtenwelten Halbinsel Chastè” von Gregor Kaufmann
Am Montag 26.09.2022 17.30 Uhr fand ein Vortrag und eine Buchvernissage über die Flechtenwelt in Sils statt
Flechten finden sich weltweit an Baumrinden, an Holz, an Felsen, Mauern, Gesteinen, Grabsteinen und Dächern, auf Beton und Metall, auf dem Boden lichter Wälder, in Heiden und Mooren.
Auf all diesen Substraten entfalten die Flechten eine wunderbare Vielfalt von Farben und Mustern, die uns allen fehlen würde, wenn wir sie nicht hätten.
Auf der Halbinsel Chastè – diesem von menschlicher Zivilisation weitgehend unberührtem Biotop – bescheren uns die Flechten eine wunderbare, vielfältige Farbenpracht. Ihre Fähigkeit, dank der symbiotischen Gemeinschaft von Alge und Pilz, auch an extremsten Standorten Fuss zu fassen und als Pionierpflanze zu wirken, ist schlicht faszinierend.
Die hier präsentierte Arbeit soll dem Naturliebhaber den Einstieg in die Flechtenwelt auf Chastè erleichtern und versteht sich auch als Ausdruck einer hohen Wertschätzung für die Oberengadiner- Seenlandschaft.
News:
Medienberichte
Worüber wird in den lokalen Medien über Pro Lej da Segl berichtet?
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Perimeter Statuten Verträge

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